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Gleichberechtigter Zugang zu Gesundheitsleistungen für Migranten – Aufbau von Kooperationsstrukturen in Salzgitter mit betrieblichem Fokus Förderung des kultursensiblen Umgangs mit dem Thema Gesundheit – Eine Idee der Salzgitter AG

Unzureichende Kenntnisse über Strukturen und Abläufe im Gesundheitssystem sowie sprachliche und kulturelle Barrieren führen bei Migranten im Vergleich zu Menschen ohne Zuwanderungsgeschichte zu einer geringeren Inanspruchnahme von präventiven Angeboten. Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung findet zudem oftmals keine spezifische Ansprache dieser Zielgruppe statt. Mithilfe des Projekts soll der Zugang zu Gesundheitsleistungen für Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund und deren Angehörigen in Salzgitter und der Region erleichtert werden. Die Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds stellt das Land Niedersachsen bereit.

Gleicher Zugang für alle – Balance schaffen

Studien zeigen, dass Migration ein eigenständiger Einflussfaktor für den Gesundheitsstand ist. Menschen, deren Aufenthaltsdauer im Zielland schon lange andauert, weisen einen stärker steigenden Krankheitsstand auf als die Mehrheitsbevölkerung. Mit dem Projekt soll dieser Entwicklung entgegengewirkt werden. In Arbeitsgruppen, bestehend aus Akteuren der Arbeits- und Lebenswelt, werden bereichsübergreifend kultursensible Maßnahmen und eine interdisziplinäre Kooperationsstruktur zunächst für Salzgitter entwickelt. Hier leben etwa einhunderttausend Menschen aus über 120 Nationen. Mit dem Projekt schaffen die Akteure notwendige Voraussetzungen, die den Zugang zu den Leistungen des Gesundheitssystems für Migranten erleichtern und gleichzeitig die Verantwortung für die eigene Gesundheit stärken. Die systematische Verknüpfung der Lebens- und Arbeitswelt stellt dabei ein wesentliches Element dar. Migranten sollen gezielt – auch im Rahmen von betrieblicher Gesundheitsförderung – auf Vorsorgeangebote hingewiesen werden. Die Maßnahmen richten sich auch an die Angehörigen. Ziel ist es, die gesellschaftliche Teilhabe, den Gesundheitszustand und eine nachhaltige Berufstätigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern.

Know-how teilen – Wissen weitergeben

Die Projektergebnisse, gebündelt in einem Werkzeugkoffer, sollen langfristig auch auf andere Teilregionen übertragen werden. Der Transfer eines Best-Practice-Ansatzes spart zudem Entwicklungskosten in der Region und darüber hinaus. Die am Projekt beteiligten Partner wirken in diesem Zusammenhang als Multiplikatoren.

Förderung

Das Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Projektbeginn

  • 1. Juli 2017

Ideengeber

  • Salzgitter AG

Partner

  • BKK Salzgitter
  • Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover 
  • IG Metall Geschäftsstelle Salzgitter-Peine
  • Ortsmigrantenausschuss der IG Metall Salzgitter-Peine
  • PLURAL servicepool GmbH
  • Stadt Salzgitter
  • Salzgitter AG
  • Technische Universität Braunschweig
  • Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH

Kooperationspartner

  • Wolfsburg AG

Rolle der Allianz für die Region

  • Die Allianz für die Region GmbH ist Projektträger und übernimmt die Projektplanung und -koordination sowie die administrative Abwicklung.

Pressemitteilungen

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